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DIE LEVENTINA - EIN TAL, DREI WELTEN
heisst der träfe Slogan, der vor einigen Jahren vom Verkehrsverein des Tals ausgeheckt worden ist. Zwischen der unteren Leventina, wo die Merlot Trauben wachsen, der mittleren mit Kastanienhainen und Laubwäldern und der oberen Leventina, die durch Tannenwälder und alpine Landschaften gekennzeichnet ist, bestehen für alle klar sichtbare Unterschiede. Sie sind auch an der traditionellen Architektur abzulesen: unten im Tal das Tessiner Haus ganz in Stein, in der oberen Leventina das hölzerne Blockhaus auf einem Unterbau aus Stein (Gotthardhaus). Diese Unterschiede prägten bis vor mehreren Jahrzehnten auch die Werkzeuge und den Alltag der Bevölkerung, und das will unser Museum veranschaulichen.
Die Gotthardstrasse, die seit der Eröffnung zu Beginn des 12. Jahrhunderts eine wichtige Rolle für die Wirtscheft des Tales spielte, verband diese drei drei Welten, setze sie aber gleichzeitig neuen Einflüssen aus dem Norden und dem Süden aus. Hierfür iast auch Giornicc, wo sich unser Museum befindet, ein Beispiel. Bis weit ins 19. Jahrhundert war es ein wichtiger Etappen und Umladeort. Die Casa Stanga ist eine Zeuge der goldenen Zeit des Hauptortes der unteren Leventina. Anderen zeugen sind die vielen Kirchen, aber vor allem dal Meisterwerk romanischer Architektur, San Nicola (St. Niklaus). Das vor rund dreissig Jahren gegründete Talmuseum, möchte verschiedene Aspekte des Lebens der früheren Bewohner der Leventina darstellen.