Ausstellung
DAS INNERE
Landwirtschaftsgeräte
Wie in allen Berggegenden handelt es sich vorwiegend um Gegenstände im Zusammenhang mit der Viehzucht und der Herstellung verschiedenster Milchprodukte. Bis Ende des Zweiten Weltkriegs waren das die Hauptsächlichen Tätigkeitsbereiche der Talbewohner, die sich wietgehend selbst vorsorgten. Überdies sind Werkzeuge für den Anbau und die Verarbeitung von Roggen und Hanf zu sehen, aber auch Geräte für den Weinbau und die Ernte der Kastanien, die während Jahrhunderten fürs Überleben unerlässlich waren.
Werkzeuge der Handwerker
Es handelt sich um Geräte für die Ernte und die Verarbeitung von Landwirtschaftsprodukten sowie um Werkzeuge zur Herstellung von haushaltgegenständen. Bevorzugtes Material: Holz, Leder, und Stoffe.
Kirchliche Geräte und Devotionalien
Bis vor einigen Jahrzehnten spielte in der ländlichen Leventina die Religion im Leben der einzelnen Menschen wie der Gemeinschaft eine zentrale Rolle. Das rührte auch daher, dass die Leventina von der Gegenreformation stark geprägt war. Weil befürchtet wurde, die Strassenverbindungen mit den protestantischen Städten könnten dazu dienen, die protestantischen Ideen zu verbreiten, hat die römisch-katholische Kirche auf Initiative und unter Leitung des Mailänder Erzbischofs Carlo Borromeo die rechte strengkatholische Kirchenlehre bis in jeden Weiler getragen. Kirchen, Kappellen und viele religiöse Gegnstände wie Kruzifixe, Rosenkränze, Votivbilder u.a. zeugen davon: einige sind im Museum zu sehen.
Andere Geräte
Ausser den erwähnten Gegenständen sind im Museum der Leventina weiter zu sehen: Landschaftsdrucke aus dem 18. und 19. Jahrhundert, geographische Karten aus dem 16. und 17. Jahrhundert, Steinöfen, Kochgeschirr aus Speckstein, Formen für die herstellung von Süssigkeiten und Stempel fürs Bedrücken von Stoffen. Von besonderem Interesse ist überdies die gelungene Rekonstruktion eines Wohnzimmers und eines Schlafraums aus dem 18. Jahrhundert einer begüterten Familie der oberen Leventina.